Dienstag, 16. November 2010

PLE – Personal Learning Environment


Als ich den Begriff zum ersten Mal gehört habe, stellte ich mir darunter meine greifbare Lernumgebung vor – meinen Schreibtisch inklusive dem drauf herrschenden – aber voll durchgeplanten – Chaos, meinen Laptop, meine Musik, meine Schokolade, meine Gitarre und anderes „Spielzeug“, mit dem ich mich beim Lernen zwischendurch immer mal wieder etwas ablenken kann. Sicher war ich mir allerdings nicht, ob ich mit meiner Definition des Begriffs richtig lag. Und da ich nicht unnötig erklären wollte, nach welchem mathematischen Prinzip sich das Blätterhaufenchaos auf meinem Schreibtisch ganz von alleine anordnet, oder warum mir die Schoko-und-Keks-Schokolade von Milka am besten schmeckt, hab ich dann doch noch schnell eine Suchmaschine im WWW auf der Suche nach einer offiziellen Definition bemüht.

Bei dieser Recherche kam heraus, dass man unter einem PLE eigentlich die virtuelle Lernumgebung versteht. Verschiedenste Services des Web 2.0 werden verwendet, um sich Informationen zu beschaffen, diese zu kommentieren und mitunter zu verändern, mit anderen Personen zu teilen und mit ihnen darüber zu diskutieren, usw. Abhängig vom Thema, zu dem man Informationen sucht, kann einem das Internet bei kleineren Arbeiten den Gang zur Bibliothek ersparen. Man sollte allerdings darauf achten, seine Quelle – oder noch besser seine Quellen – auf Vertrauenswürdigkeit und Glaubhaftigkeit zu überprüfen. Eine Internetseite mit irgendwelchen Halbwahrheiten oder (un)absichtlich falschen Behauptungen und Informationen ist schnell erstellt und online gestellt – ein Buchdruck ist da etwas Zeit- und Kostenaufwändiger...

Welche Anwendungen gehören nun zu meinem PLE und wie sind meine Erfahrungen damit? 

Ein paar Beispiele:

Facebook: fast jeder ist bereits dort angemeldet; eignet sich zum Kontakte knüpfen, Austausch von kurzen Nachrichten und Neuigkeiten

Google: zum Suchen, eh klar

Google Maps: als Bio-Student hat man des Öfteren mit diversen Lebensräumen verschiedener Arten zu tun. Auf Google Maps kann ich mir die Lebensräume anschaun und auch Markierungen platzieren (zB Fundorte). Die dadurch individuell angepassten Landkarten kann ich mit anderen teilen. Top!

Skype: zum chatten, telefonieren, Konferenzen abhalten, Versenden von größeren Datenmengen (Emails sind ja begrenzt)

Dropbox: hab ich noch nicht ausprobiert, aber empfohlen bekommen. Erklärt wurde mir das so, dass man sich dort anmeldet und dann alles mögliche in einen passwortgeschützten Ordner hochladen kann. Die Adresse und das Passwort kann man nun an Freunde/Bekannte/Mitarbeiter/Mitstudenten weiter geben und diese können nun auf die Daten in der Dropbox zugreifen. Meiner Meinung nach eine tolle Möglichkeit, um größere Datenmengen auszutauschen, da die Größenbegrenzung der Emails wegfällt und im Gegensatz zum Datenaustausch über Skype die User hier nicht gleichzeitig online sein müssen. Vorteilhaft, wenn man mit Menschen aus anderen Ländern zusammenarbeitet, man bedenke die Zeitzonen.

Mein Fazit vom heutigen Bloggen: Ein PLE ist sehr sinnvoll, wenn man es richtig anwendet, die Milka-Schoko schmeckt so gut wie eh und je und ich sollte wieder mehr Gitarre spielen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen